Beim Weihnachtseinkauf von Elektrogeräten auf verlässliche Stromspar-Labels achten
- Weihnachten heißt Kekse backen und bei gemütlicher Raumbeleuchtung Geschenke auspacken. In allen Zimmern sind die Lichter an und der Weihnachtsbaum leuchtet meist die ganzen Feiertage hindurch. Ans Stromsparen denken in dieser Zeit die wenigsten. Wer seine Lieben zu Weihnachten mit einem Kühlschrank oder einem PC überraschen möchte, sollte auf entsprechend gekennzeichnete Geräte mit einem Energiespar-Label achten. Denn mit der Entscheidung für ein energieeffizientes Gerät stellen Verbraucher die Weichen für den Stromverbrauch im nächsten Jahr. Die Redaktion von Stromtip.de sagt, welche der zahlreichen Energiespar-Labels am verlässlichsten sind.
Energiespar-Label zeigen die Energieeffizienz von Elektrogeräten an. Sie messen den Stromverbrauch im Ruhezustand (Standby) oder pro Einsatz. Die verlässlichsten Kennzeichnungen sind dabei Energy+ und der Blaue Engel. Am weitesten verbreitet ist das EU-Label.
Das EU-Label gilt für Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Elektrobacköfen sowie seit Dezember 2004 auch für Raumklimageräte. Anhand der Einteilung in sieben Effizienzklassen von "A" (= besonders sparsamer Energieverbrauch) bis "G" (= sehr hoher Energieverbrauch) kann der Energieverbrauch und damit die künftigen Betriebskosten erkannt werden. Bei Kühlgeräten und Waschmaschinen hat die technische Entwicklung allerdings dazu geführt, dass nahezu alle Geräte den Standard "A" erfüllen. Deshalb sollte man auf die genauen Verbrauchswerte achten, die auf dem EU-Label der entsprechend gekennzeichneten Geräte angegeben sind. Bei Kühlschränken gibt es mittlerweile auch die Effizienzklassen A+ und A++, um die modernsten und besonders Strom sparenden Geräte zu kennzeichnen.
Mit dem "Energy+-Label" werden die energieeffizientesten Produkte in der Kategorie Kühl- und Gefriergeräte ausgezeichnet. "Energy+"Geräte sind weitaus energieffizienter als diejenigen, die den Minamalanforderungen der Energieffizienz klasse A des EU-Labels entsprechen. Energy+ hat die Anforderungen des Energy+-Labels an einem Beispiel veranschaulicht: Eine typische europäische Kühl-Gefrierkombination durchschnittlicher Größe (~257 Liter Netto-Speicherkapazität) verbraucht ungefähr 590 kWh Strom pro Jahr. Ein vergleichbares Gerät der EU-Label-Klasse A verbraucht weniger als 325 kWh pro Jahr, ein Energy+-Gerät allerdings nur 248 kWh pro Jahr. Bei einem Strompreis von 17,5 Cent pro kWh und einem Verbrauch von 590kWh liegen die Kosten für eine ineffiziente Kühl- Gefrierkombination bei rund 100 Euro im Jahr. Für ein mit "Energy+" gekennzeichnetes Gerät bezahlt man bei vergleichbaren Nutzungsbedingungen rund 43 Euro pro Jahr. Die Kostenersparnis kann gegenüber der ineffizienten Kühl- und Gefrierkombination bis zu 57 Euro pro Jahr betragen.
Das Gütezeichen "Blauer Engel" kennzeichnet neben Dienstleistungen (z.B. Chemische Reinigung), Sanitär- und Haushaltsprodukten und vielen weiteren Produktgruppen auch Elektrogeräte aus. Mit diesem Label dürfen sich nur Computer, Büro- und Haushaltsgeräte sowie Produkte aus dem Heimwerkerbedarf schmücken, die besonders energiesparend und recyclinggerecht konstruiert sind. Ein Beispiel: Ein mit dem Blauen Engel gekennzeichneter PC darf im Bereitschaftsmodus höchstens 5 Watt verbrauchen. Computer, die mit dem "Energy-Star" gekennzeichnet sind, dürfen dagegen aufgrund veralteter Grenzwerte für den Standby-Zustand ein mehrfaches an Strom fressen.
Einen großen Vorteil bietet das EU-Label. Es ist übersichtlich und ermöglicht eine schnelle Kaufentscheidung. Vorsicht ist allerdings bei Kühlgeräten und Waschmaschinen geboten. Die Grenzwerte des EU-Labels sind in diesem Produktbereich so veraltet, dass nur noch die Geräte der Energieeffizienzklasse A+ und A++ tatsächlich Energie sparen. Einige Hersteller nutzen ebenfalls A+ und A++-Kennzeichnungen, die aber oft selbst kreiert sind und mit dem EU-Label nichts zu tun haben. Deshalb sollte man in diesen Fällen auf die Echtheit des EU-Energiesparlabels achten. Bei Elektrogeräten wie Computern und anderen Elektrogeräten für Kommunikation und Unterhaltung fehlen die Energiespar-Labels nicht selten ganz. In diesen Fällen sollte man die genauen Verbrauchswerte beim Händler erfragen und diese gegebenenfalls mit ähnlich ausgestatten Geräten vergleichen, die über ein verlässliches Energiespar-Label verfügen.
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